Tumor re Vorhof

Hier beantworten wir Fragen zu Herzerkrankungen
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Laura809
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Tumor re Vorhof

Beitragvon Laura809 » Sa Jul 10, 2021 1:17 pm

Hallo,
am montag wurde bei meinem hund ein tumor im re vorhof festgestellt,evt auch metastasen auf dem perikard.

Ich war wegen einer ganz anderen kontrolle beim tierarzt und geendet hat es dann 5 h später mit dieser furchtbaren naricht.
Ausschlaggebend für die umfangreiche diagnostik war eine gewichtszunahme von 4 kg innerhalb einer woche.ansonsten hat sie eigentlich keine symptome gezeigt.

Am montag wurde der pleuraspalt noch punktiert,600 ml lymphflüssigkeit,am dienstag waren nur 50 ml möglich,weil die nadel immer verstopft war.am herz selbst wurde nichts punktiert soweit ich weiß.
Wasseransammlungen im bauchraum sind noch nicht vorhanden.

Ende februar wurde das herz wegen der bestehen grundproblematik noch geschallt (aorten/pulmonalstenose) und es war alles ok.
Der tumor hat jetzt ca 4 cm.bedeutet das,dass es ein sehr aggressiver tumor ist auch mit dem hintergrund,dass der hund innerhalb 1 woche so viel flüssigkeit eingelagert hat?
Welche art von tumor ist das?ein herzbasistumor oder ein hämangiosarkom?
Es wurde mir gesagt,dass es leider keine therapie gibt und der hund innerhalb tage,vielleicht auch 2 wochen versterben würde.
Ich habe mich dazu entschlossen nicht mehr punktieren zu lassen,weil ja doch alles noch mal nachläuft und ich meinem hund diesen stress ersparen möchte.

Wichtig für mich ist nur,dass es nicht zu einer atemproblematik kommt bzw das ich diese rechtzeitig erkenne und/oder der hund schmerzen hat.
Weder die kardiologin und internistin in der klinik,noch mein haustierarzt haben schmerzmedikamente angesprochen.
Ist davon auszugehen,dass diese art von tumor keine schmerzen verursacht?
Wird die atemproblematik das erste sein,was mir den zeitpunkt des loslassens anzeigt oder gibt es noch etwas auf das ich achten muss?futterverweigerung,nicht mehr aufstehen wollen außen vor.
ich möchte auf keinen fall das mein hund leidet!zum jetzigen zeitpunkt ist sie noch den umständen entsprechend fit.sie schläft zwar sehr viel,aber sie frisst,begrüßt mich,ist noch aufmerksam und geht mit mir noch kleine runden vor die tür.

Lg

J.Eberhard
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Re: Tumor re Vorhof

Beitragvon J.Eberhard » Mo Jul 12, 2021 6:40 am

Hallo,

es tut uns sehr Leid von der Diagnose zu hören.

Grundsätzlich können verschiedene Tumorarten am Herzen vorkommen. Die häufigsten sind Hämangiosarkome, Herzbasistumore, Mesotheliome und Lymphome.
Bei Hämangiosarkomen handelt es sich um sehr aggressive Neoplasien, die eine starke Tendenz zur Metastasierung haben, das umliegende Gewebe infiltrieren und schnell progressiv sind. Es gibt therapeutische Ansätze mit Bestrahlung, Chemotheraoie und/oder Chirurgie, jedoch bleiben die Überlebenszeiten totz intensiver therapie meist kurz.
Bei Herzbasistumoren handelt es sich um eher langsam wachsende Tumorarten, die selten metastasieren und längere Überlebenszeiten zeigen.
Auch bei Mesotheliomen kann man häufig noch einige Monate Zeit haben, vor allem wenn diese im Bereich des Perikards lokalisiert sind und eine Perikardektomie (also eine Entfernung des Herzbeutels) vorgenommen wird.
Leider ist eine genaue Diagnose der Tumrosorte meist erst post mortem möglich. Die Untersuchung eines Perikardergusses bringt meist nur bei Lymphomen einen Beweis. Die Lokalisation kann einen Hinweis auf die Tumorart geben, allerdings ist diese nicht zu hundert Prozent aussagekräftig! Herzbasistumore finden sich idR im Bereich der Aortenwurzel. Hämangiosarkome sind häufig im Bereich des rechten Vorhofs zu finden.
Aber erneut aufgrund der Lokalisation und auch der echokardiographischen Erscheinung kann man zwar eine Verdachtsdiagnose aussprechen, aber nicht endgültige Sicherheit über die Tumorart erlangen.

Viele dieser kardialen Neoplasien führen zu der Bildung von Perikarderguss (Flüssigkeit im Herzbeutel) und weiterhin zu Aszites (Flüssigkeit im Bauch). Manchmal kommt Thoraxerguss dazu.
Die Ergüsse sollten zur palliativen Therapie abgezogen werden, wenn sie zu Symptomen führen. Häufig werden von den Besitzern Atemnot (pumpende/schnelle Atmung), Leistungsabfall, Kollaps oder ein umfangsvermehrter Bauch bemerkt. Man kann täglicvh den Bauchumfang messen, um eine Zunahme frühzeitig zu bemerken. Schmerzen im direkten Sinne werden nicht verursacht, allerdings ist Atemnot eine ebenfalls leidvolle Erfahrung für die Patienten.

Die echokardiographische Darstellung von kardialen Neoplasien kann manchmal sehr schwierig sein. Das Vorhandensein von Erguss erleichtert durch den Kontrast das Auffinden solcher Umfangsvermehrungen, weshalb keline Umfangsvermehrungen ohne Erguss oft kaum darzustellen sind.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund alles Gute und eine möglichst lange symptomfreie Zeit!

Laura809
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Re: Tumor re Vorhof

Beitragvon Laura809 » Mo Jul 12, 2021 2:59 pm

Vielen Dank für ihre ausführliche antwort!

Ich habe heute mit der tierärztin telefoniert wegen des zytologischen berichts der abpunktierten lymphflüssigkeit.
Es war im bericht alles etwas schwammig ausgedrückt und ändert ja letztendlich nichts an der diagnose und prognose.

Die tierärztin hat mir heute vorgeschlagen,jeden tag cortisontabletten zu geben,in der hoffnung,dass sich der tumor etwas zusammenzieht.
halten sie die gabe für sinnvoll und wie sind ihre erfahrungen diesbezüglich?
Könnte die cortisongabe auch dazu dienen,dass sich die lunge weniger schnell noch mal füllt?

Lg

J.Eberhard
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Re: Tumor re Vorhof

Beitragvon J.Eberhard » Di Jul 13, 2021 5:17 am

Hallo,

der Einsatz von Cortison kann bei manchen Tumorarten zu einem verlangsamten Wachstum und zu einer Verbesserung der Symptome führen.
Wenn ein infektiöses Geschehen sicher ausgeschlossen ist, dann kann Cortison versuchsweise eingesetzt werden.

Alles Gute!


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