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Röntgendiagnostik: Röntgenanatomie

Autoren: TA Markus Killich und Dr. Gerhard Wess, Dipl. ECVIM-CA

Röntgenanatomie:

Hier ein schneller Überblick über die normale Röntgenanatomie, zur Wiederholung, um zu wissen, welche Herzstrukturen man wo auf dem Röntgenbild findet.

Laterolaterale rechtsanliegende Aufnahme:

Ventrodorsale Aufnahme:

Anatomie: Die rechte Lungenhälfte (etwa 60% des Gesamtvolumens) besteht aus 4 Lappen: Spitzen-, Mittel (oder Herz-), Kaudal- (oder Zwerchfell-) und Anhangs- (oder akzessorischer) Lappen, die linke aus 2 Lappen (etwa 40%), nämlich dem zweigeteilten Spitzenlappen (der kaudale Teil wird oft etwas salopp als Mittellappen bezeichnet) und dem Kaudallappen. Die Lappen werden aufgrund ihrer Lage, des Verlaufs ihrer Stammbronchien und Gefässe identifiziert.

Da die Luft in der Lunge einen optimalen Kontrast gegen Herz, Zwerchfell und Gefässe bildet, kann sie auf einem Röntgenbild gut beurteilt werden. Die gesunde Lunge enthält vor allem Luft und ist deshalb strahlendurchlässig. Nur die bluthaltigen Lungengefässe zeichnen sich als weichteildichte Streifen oder Bänder (im Querschnitt kreisrund) ab, die sich verästeln, sich dabei gegen die Peripherie hin verjüngen und immer schlechter abgrenzbar werden. Lungenarterien laufen mit Bronchien, die Venen nur in der Peripherie. Arterien und Venen sind normalerweise etwa gleich gross und sind vor allem aufgrund ihrer Lage zu identifizieren. Auf dem seitlichen Bild können die beiden Gefässpaare zu den Kraniallappen identifiziert werden. Dabei liegen die Arterien dorsal der Bronchien, die Venen ventral. Auf dem DV-Bild liegen die Venen medial der Bronchien und führen direkt zum linken Atrium.

Normalerweise sind darüber hinaus nur die Wände der grossen, zentral liegenden Bronchien zu sehen. Bei älteren Tieren sind die Wände von Bronchien deutlicher und, besonders wenn mineralisiert, oft tief in die Lunge hinein zu verfolgen. Im Längsschnitt bilden sie dünne, scharf begrenzte Linien, im Querschnitt Ringe. Das Interstitium trägt nur wenig zur radiologischen Dichte der Lunge bei.

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