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Während des Studiums:

Schon während des Studiums kann man als Student die weitere Karriere beeinflussen.

Wie? Durch die geeignete Auswahl der Praktikumsstellen, durch Teilnahme an Wahlveranstaltungen (z.B. an Kardiologie :-), durch gute Mitarbeit in der Intensivklinik usw..

Die verschiedenen Kliniken der LMU München bieten unterschiedliche Möglichkeiten zur freiwilligen Mitarbeit, wie z.B. Mitarbeit bei den Sprechstunden der Kardiologie oder Augenheilkunde (Chirurgie).

Ziel sollte es jeweils sein positiv aufzufallen, damit man später, wenn man Bewerbungsschreiben verfaßt, gute Empfehlungsschreiben bekommt. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Viele Stellen werden über "Mund-zu-Mund" Propaganda vergeben.

Auslandspraktika:

Neben der Möglichkeit ein anderes Land kennenzulernen, bieten Auslandspraktika oft eine sehr gute Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln, da zum einen manche Länder mehr Erfahrung mit Studenten in der Klinik haben und diese deshalb öfter als hier meist üblich "Hand" anlegen dürfen. Beispiele sind die meisten Universitäten in den USA oder Südafrika (Pretoria). Nachteil ist, dass an manchen Unis für das Praktikum gezahlt werden muss, was nicht verwunderlich ist, da die amerikanischen Studenten ja auch für die Ausbildung zahlen müssen. Andere, weniger entwickelte Länder bieten auch die Möglichkeit für Praktika an- was oft eine etwas abenteuerliche Geschichte sein kann. Da dort Tiere oft noch nicht als Familienmitglieder angesehen werden, lassen auch Privattierärzte häufig Studenten "ran" an das Tier.

Natürlich kann man solche Erfahrungen auch in Deutschland sammeln; hier hilft es oft andere Studenten aus höheren Semestern zu Fragen, wie deren Praktika waren. Wir haben unter anderem für diesen Zweck unser Forum ins Leben gerufen! Dort können Sie die hoffentlich guten oder schlechteren Erfahrungen mit Praktika im In- und Ausland nachlesen. Bitte nemhen Sie an diesem Service teil, wenn Sie ein Praktikum gemacht haben, um so ihren Mitstudenten weiterzuhelfen... Hier gehts zum Forum

Wenn ihr in einer Privattierarzt Praxis anfangen wollt, habt ihr natürlich dort die besten Chancen, wenn dort schon während des Studiums ein Praktikum gemacht wurde, oder ihr einfach an freien Nachmittagen vorbeigeschaut habt.

Daneben helfen Praktika aber natürlich auch, eine Idee zu bekommen, was man nach dem Studium eigentlich machen will: KleinKleintierklinik, Grosstierpraxis, Lebensmittel? Vielleicht entdeckt man aber auch, dass man sich auf ein Fachgebiet spezialisieren will, wie Innere Medizin, Kardiologie, Dermatologie, Chirurgie etc.

Nach dem Studium:

Leider ist das Studium in Deutschland ja relativ theoretisch.Aber so wie es geplant ist, werden wir in Zukunft eine klinische Rotation einführen, dann sollte sich dieser Nachteil bessern. Trotzdem ist es wichtig eine gute erste Arbeitsstelle zu suchen, da diese erfahrungsgemäss die weitere Karriere prägt.

Wenn Fragen zu Praktika, Anfangsstellen, oder Internships und Residencys bestehen, können Sie gerne zu Dr. Gerhard Wess kommen. Sprechstunden Di. und Do. 10-12 Uhr, im ersten Stock über dem Hörsaal.

Privatpraxis:

Wenn man in die Privatpraxis gehen will, ist immer zu empfehlen, sich die Praxis während einiger Tage anzuschauen. Hilfreich ist es auch mit Assistenten zu reden, die dort vorher gearbeitet haben. Will der zukünftige Chef keine Telephonnummern ehemaliger Mitarbeiter herausgeben, wäre ich schon einmal vorsichtig.Auch sollte man durch die Mitarbeit einen Eindruck gewinnen, ob es einem dort Spass macht zu arbeiten und va, ob die Chance besteht, etwas zu lernen

Internship:

Eine sehr gute Sache sind die sogenannten "Internships", die von einigen Universitäten und Kliniken angeboten werden.

Ziel ist es nach der Doktorarbeit oder auch gleich nach dem Studium ein Jahr durch die verschiedenen Abteilungen einer Klinik zu rotieren und so nicht nur wertvolle Erfahrungen zu sammeln, sondern auch eine Idee zu bekommen, ob man sich nachher noch weiter spezialisieren will- also eine Residency (s.u.), oder einen Fachtierarzt zu machen.Je nach angebotenem Internship werden auch Fortbildungen für die Interns angeboten, wie Journal Clubs, Fallaufarbeitungen, Buchklubs, Zytologie Weiterbildung etc.

Hier eine kurze Beschreibung des Internship Programs der Medizinischen Tierklink:

A. Kurze Beschreibung und Ziele des Programms

Dieses 12-monatige Ausbildungsprogram vermittelt allgemeine praktische tierärztliche Kenntnisse ohne Schwerpunktbildung an den verschiedenen. Abteilungen der Kleintierklinik. Es dient interessierten Kandidaten nach dem Staatsexamen oder aus der Praxis der Vorbereitung einer späteren Spezialisierung (Fachtierarzt für Kleintiere, sowie Residency-Programme in Innerer Medizin, Chirurgie, Radiologie etc., gemäss den Richtlinien der jeweiligen Spezialisten-Colleges). Das Programm entspricht einer 12-monatigen klinischen Nachdiplom-Ausbildung und beginnt jeweils am 1. Januar.

B. Voraussetzungen
- Abgeschlossenes Studium der Veterinärmedizin, mit einem Diplom von einer
Hochschule von international anerkanntem Niveau.
- Gute Sprachkenntnisse in Deutsch, Kenntnisse in Englisch sind empfehlenswert, da die meisten Artikel auf Englisch geschrieben wird. Zudem halten wir einige Veranstaltungen, wie unseren Journal Club auf Englisch ab..
- Eine praktische Tätigkeit mit Kleintieren von einigen Monaten Dauer ist erwünscht, aber nicht Bedingung.

C. Ausbildungsprogramm
Es besteht vorwiegend aus praktischer tierärztlicher Tätigkeit an der Klinik unter der Anleitung und Aufsicht des diensthabenden Oberarztes der jeweiligen Abteilung. Der Schwerpunkt liegt im Aufarbeiten von Fällen aus der Klinik und der Betreuung von hospitalisierten Hunden und Katzen. Nach einer Phase der Einarbeitung und der Sammlung von Erfahrung nimmt der Intern am rotierenden Notfall- und Wochenddienst der Klinik aktiv teil.

C.1. Ausbildungsziele:
Allgemein: Erweiterung und Vertiefung der im Studium und in der Praxis erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse beim Kleintier:
- Propädeutik und allg. Untersuchungsgang
- spezielle Untersuchungsgänge der verschiedenen Abteilungen
- Formulierung von Problemlisten, der dazugehörigen Differentialdiagnosen
und diagnostischen und therapeutischen Pläne
- Umsetzung der erarbeiteten Pläne
- Erlernen und Üben der wichtigsten invasiven diagnostischen und thera-
peutischen Eingriffe beim Kleintier
- allg. Pharmakotherapie beim Kleintier
- Infusionstherapie
- allg. Notfallbehandlung- und -Massnahmen
- Umgang und Information der Tierbesitzer
- Erwerben von Grundkenntnissen im Budgetieren und Verrechnen von
tierärztlichen Leistungen

Ausbildungsziele in den einzelnen Abteilungen:
Innere Medizin: Vertiefen der diagnostischen und therapeutischen Kenntnisse durch selbständiges Untersuchen und Aufarbeiten von Patienten, mit Schwerpunkt auf dem problem-orientierten Verahren. Vertiefung der Kenntnisse von Differentialdiagnosen und der therapeutischen Möglichkeiten der wichtigen Erkrankungen in allen Sparten der inneren Medizin. Erlangung von Grundkenntnissen in speziellen Untersuchungsmethoden wie Elektrokardiographie, Endoskopie (gastrointestinal sowie respiratorisch) und Zytologie.

Neurologie: Erlernen und Üben des neurologischen Untersuchungsganges, Beurteilung der Ergebnisse und Lokalisation der Symptome.

Kardiologie: Erlernen der Handhabung der Röntgengeräte, der Lagerung der Tiere für die geforderte Untersuchung. Kenntnisse im Lesen von Röntgenbildern und Grundkenntnisse in der Ultraschalldiagnostik; Vertiefen der diagnostischen und therapeutischen Kenntnisse durch selbständiges Untersuchen und Aufarbeiten von Patienten, mit Schwerpunkt auf dem problem-orientierten Verahren. Vertiefung der Kenntnisse von Differentialdiagnosen und der therapeutischen Möglichkeiten der wichtigen Erkrankungen auf dem Gebiet der Kardiologie. Interpretation von EKG's.

C.2. Praktische Abläufe und Dienstpläne:
Es sind jeweils 16 Wochen klinischer Dienst in 3 Abteilungen und 12 Wochen in der letzten Abteilung gemäss Rotationsplan zu leisten; vier Wochen sind für Ferien vorgesehen. Der klinische Dienst umfasst die Sprechstunden der KleinKleintierklinik sowie die Betreuung von stationären Patienten. Die Krankengeschichten werden nach dem problem-orientierten System geführt. Nach einer Einarbeitungszeit übernimmt der Intern schrittweise Fälle in eigener Verantwortung und arbeitet mehr und mehr selbständig, unter Anleitung und Aufsicht durch den diensthabenden Oberassistenten.

Nach genügenden Fortschritten nimmt der Intern ebenfalls aktiv am rotierenden Notfall- und Wochenenddienst teil, der unter der Aufsicht der diensthabenden Oberassistenten und Professoren geleistet wird. Diese Experten (Pikettpersonen oder "Second") stehen für Konsultationen zur Verfügung und können abgerufen werden. Während dem Notfalldienst ist die Anwesenheit des Interns im Hause vorgeschrieben. Die aufgewendete Zeit wird teilweise kompensiert, und ein Dienstzimmer steht zur Verfügung.

 
 
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