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Meerschweinchen mit Herzproblemen

Posted: Tue Feb 10, 2009 1:00 pm
by Sonnchen82
Sehr geehrtes Kardiologie Team,

leider komme ich aus NRW und nicht aus Bayern. Trotzdem hoffe ich, dass Sie mir meine Frage vielleicht beantworten könnten, da ich hier immer von Herzproblemen bei Hund und Katze höre, aber wie ist das denn beim Meerschweinchen? Mein Kasimir ist nämlich jetzt knapp 3 Jahre alt und sollte eigentlich zwei Adenome entfernt bekommen. Doch in den letzten Tagen kam Atemnot und Husten spontan dazu- erst dachten wir an eine Lungenentzündung- doch unser Haustierarzt hat festgestellt beim Abhören und auf Röntgenbildern, dass das Herz wohl vergrößert ist und eine Wasseransammlung vorhanden war. Daraufhin hat er dem Tier erts mal ein entwässerndes Medikament gespritzt und mir empfohlen eine Tierklinik aufzusuchen, die nochmal eine Sonograpfie vornehmen soll,wo ich dann in 14 Tagen auch einen Termin habe. Meine Frage ist jetzt, wenn das Herz jetzt krank ist und behandelt werden muss, wie funktioniert das beim Meerschweinchen, bekommt es Medikamente genau wie Hund und Katze, kann man die auch in den Nackenmuskel spritzen oder werden die oral verabreicht? Und könnte man das Tier dann trotzdem , wenn sich die Herzprobleme dank Medikamente gebessert haben , ihn ganz normal operieren und in Narkose legen, da Meerschweinchen doch eh schon als Risikopatienten von Betäubungen gelten? Vielleicht können Sie mir ja im voraus schon mal meine Fragen beantworten.

Vielen herzlichen Dank
und liebe Grüße
Sonja Nießen

Re: Meerschweinchen mit Herzproblemen

Posted: Wed Feb 11, 2009 10:52 am
by Lisa_Keller
Hallo,
die Medikamente werden wie bei Hund und Katze oral verabreicht. Wenn ein Tier gut auf Medikamente eingestellt ist kann man - mit gutem Monitoring - schon eine Narkose wagen. Allerdings muss man sagen, dass Meerschweinchen generell schwierige Patienten für Narkosen sind und bei einer Herzerkrankung schon ein gewisses Narkoserisiko besteht. Das Narkoserisiko genauer einschätzen kann der Kardiologe, der die Untersuchung macht.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. L. Keller