Novalgin - gefährliche Nebenwirkungen

Hier beantworten wir Fragen zu Herzerkrankungen
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Wilma2008
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Novalgin - gefährliche Nebenwirkungen

Beitragvon Wilma2008 » Do Dez 28, 2017 2:55 pm

Gefährliche Nebenwirkungen

Der Bremer Pharmakologe Gerd Glaeske, Hauptautor des Arzneimittelreports, spricht von einer "gefährlichen Renaissance eines Schmerzmittels". Denn der Wirkstoff hat gefährliche Nebenwirkungen: Metamizol kann eine allergische Schockreaktion auslösen, die tödlich enden kann. Bedrohlicher ist aber etwas anderes: Die Substanz kann die Bildung der weißen Blutkörperchen, einen wichtigen Bestandteil des Immunsystems, zum Erliegen bringen. Ist ihre Zahl stark vermindert, sprechen Ärzte von einer Agranulozytose. Der Körper kann dann Infektionen, selbst eine banale Entzündung des Rachens, nicht mehr abwehren. Die Zellbildung ist gestört.....

Experten sind der Meinung, dass bei einem festgestellten Herzgeräusch immer eine Klappenveränderung vorliegt. Das Geräusch habe ich auf Ihrer HP (Hörbeispiele) ausgemacht. Über ein Stethoskop, welches mir die Tierärztin gereicht hatte, konnte ich das Geräusch hören. Es war systolisch und entsprach einer Mitralklappeninsuffiziens...ich gehe davon aus, dass sich eine entzündliche Endokarditis entwickelt hat, wahrscheinlich durch Keine die in den Blutkreislauf gelangt sind. Das erklärt wohl auch den fulminanten Verlauf bis zum Lungenödem. Bei einer Herzinsuffiziens und verschärfter Atmung, 5 Tage kein Futter mehr angenommen, völlig geschwächter Körper, dann Metamizol und MCP zu injizieren, sollte fatal sein. Die Beschreibung der Nebenwirkungen im Beipackzettel sind eindeutig. Und mein Hund ist nicht der erste der unter Metamizol stirbt.
Auf Ihre Aussage darf ich nun gespannt sein. Mein Westie hat Unmengen an Cortison und Antibiotika bekommen innerhalb von 2 Jahren. Ich habe meinen Tierärzten vertraut. Ich habe es überprüfen lassen und die einhellige Aussage: DAS war zu viel.......
Das ist die tragische Geschichte von meinem Westie. Welche Nebenwirkungen Antibiotika und Cortison haben, muss ich Ihnen nicht erklären. Nie wurde ein Antibiogramm durchgeführt, nie eine bakteriologische Blutuntersuchung durchgeführt. Das nur mal nebenbei....wie eine entzündliche Endokarditis entsteht, muss ich Ihnen auch nicht erklären.
Wie können Sie behaupten, dass Novalgin und MCP injiziert werden darf bei einem geschwächten Herz......und Atemproblemen....Ihrer Antwort sehe ich gerne entgegen.

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Re: Novalgin - gefährliche Nebenwirkungen

Beitragvon admin » Di Jan 02, 2018 3:50 pm

Sehr geehrte Wilma2008,
dieses Forum ist für kurzfristige Hilfe bei kardiologischen Fällen gedacht. Inzwischen haben Sie 9 Anfragen zum selben Fall gestellt und ich bitte Sie zu verstehen, dass wir nun keine weiteren Antworten zu dem selben Fall mehr vornehmen können, da wir dieses Forum neben dem klinischen Alltag bearbeiten.
Meine Mitarbeiter haben Ihnen schon unsere Sicht der Dinge dargestellt und da es sich um einen offensichtlich komplexen Fall mit verschiedenen Aspekten handelt, wurde Ihnen richtigerweise empfohlen den Fall doch mit den betroffenen Tierärzten zu diskutieren. Generell gilt Novalgin als sicheres Schmerzmittel und kann auch bei Herzpatienten gegeben werden.
Weder wissen wir genau, welche Herzerkrankung vorgelegen hat, noch warum Novalgin gegeben wurde. Dass Novalgin jedoch eine Endokarditis verursacht haben soll, halte ich für absolut unwahrscheinlich. Es gibt viele Ursachen, warum ein akutes Lungenödem entstehen kann - viel wahrscheinlicher als eine Novalgin Nebenwirkung ist z.B. ein gerissenes Chordea Tendinae bei Endokardiose. Wir empfehlen grundsätzlich Herzgeräusche weiter abklären zu lassen und bei Problemen einen Spezialisten zu konsultieren.
Nochmals unser Beileid zu Ihrem Verlust.
Prof. Dr. Gerhard Wess
Dipl. ACVIM (Kardiologie)
Dipl. ECVIM-CA (Kardiologie)
Dipl. ECVIM-CA (InnereMedizin)
Leiter Abteilung für Tierkardiologie
Medizinische Kleintierklinik
LMU München

Wilma2008
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Re: Novalgin - gefährliche Nebenwirkungen

Beitragvon Wilma2008 » Mi Jan 03, 2018 7:31 am

Ich habe nicht behauptet, dass Novalgin Endokarditis verursacht hat. Nach meinen Recherchen im Internet, ist bei Herzschwäche Novalgin kontraindiziert. Meine Westiehündin hatte eine Mitralklappeninsuffiziens und Lungenödem. Bevor sie eingeschläfert werden mußte, hatte sie 4-5 Tage kein Futter mehr angenommen und nur noch erbrochen. Dann bin ich mit ihr zum Notdienst, dort bekam sie MCP und Novalgin injiziert. Die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind einschlägig bekannt. Nachzulesen bei clinipharm. Novalgin=Metamizol. Es wäre wünschenswert, dass meine Beiträge aufmerksam gelesen werden. Bei Interesse finden Sie die Geschichte im Netz unter:Westiemädchen Wilma.

Vielen Dank

Amon
Beiträge: 1
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Re: Novalgin - gefährliche Nebenwirkungen

Beitragvon Amon » So Jan 12, 2020 1:21 am

@Wilma2008

Schade, dass ich auf ihren Beitrag nicht früher gestoßen bin. Ich kann ihren Unmut gut verstehen, es ist großer Mist wenn man mit so vielen Fragen und Ungewissheit zurück bleibt, nachdem der eigene Liebling auf 4 Pfoten verstirbt.

Ich bin gerade nur sehr überrascht, was Sie bezüglich Metamizol schreiben -darum habe ich mir leider keine Gedanken gemacht, obgleich ich eigentlich immer selbst recherchiere was Medikamente, deren NW, Kontraindikationen, etc betrifft. Da kann man sich in der Humanmedizin ja auch nicht immer auf den Arzt verlassen, was ich schon böse mit allen Konsequenzen erleben musste. Ich hatte Anfang des Jahres einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert. Ein Opa, "leichter Herzklappenfehler" (Mitralklappeninsuffizienz) - er hatte leider letztlich noch sehr viel mehr aber das Herz war angeblich sein größtes Problem. Dennoch bekam er ohne Ende Metamizol. Plötzlich wurde sein Herz immer schlechter, selbst mit Herztabletten, Kortison, etc... zweites Herzmedikament, (insgesamt 4. tgl Dauermedikation) vertrug er so gar nicht. Wie dem auch sei, letztlich hatte er noch andere Probleme, wie z.B. einen Zahn der dringendst gezogen hätte werden müssen aber die Ärztin sagte, so schwach wie sein Herz jetzt sei, würde er die Narkose gar nicht überleben (und wiederum mit einem vereiterten, schmerzenden Zahn auch nicht leben können) -egal wie man es drehte und wendete, sie riet mir irgendwann dazu, ihn endlich zu erlösen. Da hatte ich ihn gerade mal 5 und halb Monate. Ich war tief getroffen. Dennoch hielt ich immer sehr große Stücke auf diese Ärztin... kann natürlich sein, dass sie es von Anfang an so kommen sah und dachte "so hat er wenigstens nochmal ein paar schmerzfreiere Wochen, es geht eh mit ihm zu Ende" - aber weiß ich das? Ist es evt erst wegen dem Metamizol plötzlich so schlimm geworden und ich habe zu Unrecht den TS Verein beschuldigt (zumindest was das betrifft) mich sein Herz betreffend angeschwindelt zu haben? Ihr Beitrag hat mir jedenfalls gezeigt, dass ich nie aufhören darf, selbst zu hinterfragen - zweite Meinungen einzuholen. Für den kleinen Mann ist es jetzt zu spät, aber ich sehe, ich tu gut daran, beim TA oft mal überkritisch zu wirken. So bin ich sicher kein bequemer Kunde, aber langfristig sicher ein besser beratener. Es tut mir leid um ihren Hund - danke jedoch, dass Sie seine und ihre Geschichte geteilt haben. Das wirft nochmal ein ganz neues Licht auf meine eigene Geschichte. ( :| Wollte ihnen eigentlich eine PN schicken und habe mich extra dafür angemeldet, ging aber leider nicht, also antworte ich hier drunter. MfG)


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