Prilium 150 bei HCM Kater

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Moderator: s.hertzsch

Bine1974
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Prilium 150 bei HCM Kater

Beitragvon Bine1974 » Di Mai 09, 2017 4:05 pm

Hallo,

unser Kater Mogli (13 J. knapp 5 kg) hat vor 2 Wochen eine HCM diagnostiziert bekommen (er wurde untersucht, weil er in den letzten Monaten deutlich "nachgelassen" hatte, einmal sogar kurz schwankte und "umfallen" wollte). Bei der Ultraschalluntersuchung wurde eine leichte Mitralklappeninsuffizienz und eine Verdickung von 1 mm der Herzwand festgestellt. Nun sollen wir Prilium 150 geben. Ich tue mich da mit der Dosierung etwas schwer, bzw. vielleicht bin ich auch einfach zu ängstlich. Der Packung ist ja eine Spritze beigegeben, auf der die KG-Angabe angegeben ist. Gilt diese Angabe auch für Katzen? (Zugelassen ist das Medikament ja nur für Hunde). Wir wollen ausdrücklich vorsichtig einschleichen, da der Blutdruck unseres Katers völlig in Ordnung ist und wir Sorge haben, dass er zu weit abrutscht. (Bei der kardiologischen Untersuchung hatte er syst. gerade mal 80, war aber auch mit Ketamin sediert.) Wie sind die Erfahrungswerte bei Prilium? Gibt es ggf. abgeschlossene Studien, die auch schon veröffentlicht wurden, zu diesem Medikament bei Katzen? Wären sehr dankbar über eine Nachricht, fühlen uns doch ein bisschen unsicher.

Grüße

Bine

s.hertzsch
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Re: Prilium 150 bei HCM Kater

Beitragvon s.hertzsch » Mo Okt 23, 2017 6:33 am

Guten Tag,

Prilium ist ein ACE-Hemmer mit dem Wirkstoff Imidapril. Es ist jedoch nur für den Hund zugelassen. Dies bedeutet nicht, dass der Wirkstoff nicht auch bei der Katze eingesetzt werden kann. Jedoch sollten andere ACE-Hemmer, welche eine Zulassung für den Einsatz bei Katzen haben, arzneimittelrechtlich bevorzugt werden. Es gibt verschiedenste Präparate mit dem Wirkstoff Benazepril, welche für die Katzen zugelassen sind.

Die Blutdrucksenkende Wirkung von ACE-Hemmern ist als moderat einzustufen. Der bei Ihrem Kater gemessene niedrige Blutdruck liegt mit sehr großer Wahscheinlichkeit an der Sedierung mit Ketamin. Jedoch kann ich, ohne Ihren Kater selbst untersucht zu haben und die genauen Befunde zu kennen keine Aussage über die notwendigen therapeutischen Maßnahmen geben. Besprechen Sie dies daher bitte mit Ihrem behandelnden Tierarzt.

Mit freundlichen Grüßen,

Sabine Hertzsch

Team Tierkardiologie
Medizinische Kleintierklinik
Ludwig-Maximilians-Universität München


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