Mitralinsuffizienz - Lungenödem

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Liz
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Mitralinsuffizienz - Lungenödem

Beitragvon Liz » Mi Sep 10, 2008 6:03 pm

Hallo liebes Kardiologenteam,

ich bin heute von der Yahoo Herz-Katzen- Group hierher verwiesen worden.
Ich hoffe sehr, dass Sie mir helfen können.
Am 20.08.8 wurde bei meinem Kater ein Lungenödem festgestellt ( er hatte sich am Morgen übergeben und ist dann für einen Augenblick zu Seite gefallen, deshalb war ich zum Durchchecken, beim Tierarzt)
Darauf hin habe ich am 28.08. eine Untersuchung des Herzens mit einem Farbdoppler machen lassen.
Es wurde Mitralklappeninsuffizienz und eine ggr. Aortenstenose diagnostiziert.
Seit 20.08. bekommt mein Kater (2.5 Jahre alt , Ragdoll 5.5 Kg schwer) 0.5mg Dimazon. Fortekor 2.5 eine halbe Tablette, bekommt er schon seit ca. Januar 2008.

Gestern habe ich Kontroll-Röntgen machen lassen um zu sehen, ob das Wasser aus der Lunge ist. Es hatte sich nichts geändert. Im ursprünglichen Röntgenbefund heißt es, Lunge stark verschattet, Lungengefäße nicht abgrenzbar.
So und nun meine Frage, müßte nach fast 3 Wochen Dimazongabe,  das Wasser nicht weg sein? Oder zumindest deutlich besser?Ich war gestern ehrlich gesagt total entsetzt.
Heute hat man nun die Dosis auf 2x5mg Dimazon pro Tag erhöht. Der Kaliumwert im Blut wurde bestimmt - er ist noch Ok- aber ich soll nun täglich eine Prise Kalium über das Futter streuen, da man davon ausgeht, dass durch die Erhöhung der Dosis, Mangel eintreten kann.
Bin mir insgesamt nicht sicher, ob das nun alles richtig ist.
Mein Kater liegt mir sehr am Herzen und ich würde ihn gern so gut wie nur möglich  helfen.
Symptome (Hecheln und heftig nach Luft schnappen hat er nur, wenn er mit seiner Kumpeline durch die Gegend tobt)

Für eine 2 Meinung wäre ich nun sehr dankbar.

Liebe Grüße

Liz

Lisa_Keller
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Re: Mitralinsuffizienz - Lungenödem

Beitragvon Lisa_Keller » Do Sep 11, 2008 9:49 am

Hallo,
bei der Aortenstenose und der Mitralinsuffizienz bei Ihrer Katze könnte es sich um SAM handeln. Dabei handelt es sich um ein Herzgeräusch das im Zusammenhang mit der hypertrophen Kardiomyopathie auftritt, Ragdolls haben hierfür eine Rassedisposition (s. dazu unsere Homepage). Die Entwässerung die Sie derzeit geben ist relativ niedrig dosiert. Sollte Ihe Katze weiterhin ein Lungenödem haben und Symptome zeigen, kann also mit der Dosis noch hoch gegangen werden (1-4 mg/kg 2-3 x tägl.). Kalium muss in der Regel nicht substituiert werden, da der Spiegel im Blut konstant ist solange die Tiere selbständige fressen und trinken.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. L. Keller
Dr. Lisa Keller&&Resident Kardiologie&&Team Tierkardiologie LMU

Liz
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Registriert: Mi Sep 10, 2008 5:32 pm

Re: Mitralinsuffizienz - Lungenödem

Beitragvon Liz » Do Sep 11, 2008 3:04 pm

Hallo Fr. Dr. Keller,

vielen Dank für die Informationen.
Mein Kater frisst und trinkt ganz normal, also kann ich das Kalium weg lassen.
Über die Erhöhung der Dimazongabe werde ich mit meinen Tierarzt reden.  Ich hatte mir fast gedacht, dass die Dosis viel zu gering ist- hatte  Entsprechendes hier auch gelesen. Nur ich bin kein Arzt und darauf angewiesen, die richtigen Informationen zu erhalten.
Ein Herzgeräusch wurde auch festgestellt - HG 1°
ich werde mich dann hier mal in SAM einlesen.

Sollte ich noch weitere Fragen haben, weiß ich ja nun, an wen ich mich wenden kann, wenn ich qualifizierte Antworten brauche  ;D

Mit freundlichen Grüßen

Liz


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