Ein angelaufenes Hinterbein beim Pferd

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AlexisA
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Ein angelaufenes Hinterbein beim Pferd

Beitragvon AlexisA » Mi Nov 09, 2011 5:38 pm

Hallo,
ich habe seit gut 4 Monaten eine 10 jährige Trakehner Stute. Die Stute war fast 2 Wochen mit einer anderen Stute auf der Koppel und wurde dann durch einen Schlag (Pferd hatte Eisen) auf die Brust verletzt, die offene Wunde heilte gut zu. Antibotika wurde dem Pferd verabreicht. Pferd wurde in der 1 Woche nur geführt, dann longiert. Nach gut 2 Wochen wurde hinten links das Bein dick, die Blutprobe ergab einen sehr hohen Leberwert, danach wurde ein Medikament in Pelletsform verabreicht, ebenfalls wurde eine Bindehautentzündung festgestellt, Tränenkanal wurde beidseitig gespült. 2 Blutuntersuchung waren die Leberwerte wieder normal.Nun hat meine Stute wieder einen Tritt abbekommen, jedoch war hier nur das Fell weg und keine Wunde offen. Das PFerd wurde nun in eine andere Box gestellt. Am nächsten Tag war das linke Hinterbein wieder dick, Pferd wurde dann geführt, am 2 Tag  3x führen und gekühlt.Am 3 Tag war das Bein bis zum Sprunggelenk dick, dachte an einen Einschuß und habe einen TA gerufen, der hat sofort das Herz abgehört und meine: beginnende Herzmuseklentzündung! muss nun Lanitop 2x 8 (1 Woche danach auf 2x 6)Tabletten geben. Was heißt das nun für mein Pferd? Mir wurde folgende Vorgeschichte beim Kauf erzählt: Stute war im Distanzsport bis 80km sehr erfolgreich, wurde nun aus dem Sport genommen da sie die Verfassungsprüfung nicht mehr bestanden hat, mit der Begründung: verspannter Rücken bei hoher Belastung.    In den letzten Wochen ist mir an der Stute ab und an ein matter Eindruck aufgefallen (vorallem nach dem longieren) sie wird nun nur noch als Freizeitpferd genutzt und 1 Std am Tag geritten, ferner ist sie (je nach Wetter) bis zu 5 Std. auf der Koppel. Beim Traben an der Longe fallen mir immer mal wieder erweiterete Nüstern auf........... Wodurch kommt das immer mal wieder angelaufene Bein (immer nur das linke HB) Was soll ich machen???? Danke im Voraus.

p.holler
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Re: Ein angelaufenes Hinterbein beim Pferd

Beitragvon p.holler » Do Nov 10, 2011 8:36 am

Guten Morgen,
dass nur eine Extremität dick wird, ist bei einer Herzerkrankung eher unwahrscheinlich. Hierfür kommen eine Vielzahl von Differentialdiagnosen in Betracht, welche leider aus der Ferne nicht weiter eingegrenzt werden können. Unter Umständen handelt es sich um eine Phlegmone oder eine Bindegewebeschwäche - Ihr Tierarzt kann Sie hier sicher beraten.
Bezüglich der Herzmuskelentzündung. Wenn es sich um eine bakterielle Entzündung durch beispielsweise eine offene Wunde, die gestreut hat, handelt, kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Dies wäre ein Grund für die entsprechende Medikation. Auch kann ein Herzgeräusch hörbar sein. Um dies diagnostizieren und etwaige andere Herzerkrankungen ausschließen zu können, wären zum einen eine elektrokardiografische Untersuchung (EKG) und ein Herzschall zu empfehlen und zum anderen Blutkulturen. Anhand dieser Befunde kann dann die Therapie optimiert werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Peter Holler
[font=Verdana][size=7]Diplomate ACVIM Cardiology
Team Tierkardiologie
Medizinische Kleintierklinik
Ludwig-Maximilians-Universit

AlexisA
Beiträge: 2
Registriert: Mi Nov 09, 2011 4:50 pm

Re: Ein angelaufenes Hinterbein beim Pferd

Beitragvon AlexisA » Do Nov 10, 2011 1:32 pm

Guten Tag Herr Dr. Holler,
vielen Dank für Ihre sehr schnelle Rückantwort.
Ich dachte ja an einen Einschuß, den konnte der TA jedoch gleich ausschließen, das Bein war weder warm, noch hat die Stute gelahmt. Beim abhören des Herzen hat er unregelmäßigkeiten gehört, darauf hin Lanitop verordnet. Die Schwellung am Bein ist nun nur noch bis zum Fesselgelenk dick und nicht warm.
Nächste Woche wollte der TA noch einmal kommen und die weitere Medikation besprechen......werde dann mal ein EKG machen lassen......
Vielen Dank.
Mfg.
M. Bartel

DanielCek
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Ein angelaufenes Hinterbein beim Pferd

Beitragvon DanielCek » Do Mär 10, 2016 8:09 pm

Steht das Pferd in einem Pensionsstall oder auf der Koppel eines Landwirtes? Dann gilt dieser als "Tierhalter" und haftet somit und nicht der Eigentümer. Und wenn das Pferd auf eigenem Grund und Boden steht bzw. der Eigentümer diese Flächen gepachtet hat und somit "bewirtschaftet" in dem Fall durch Weidehaltung: Zumindest zur Zeit meiner Pferdehaltung war es so, dass man dann ab einer gewissen landwirtschaftlichen Fläche damals war das ich glaub ein Hektar beitragspflichtig wurde in der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Wodurch man automatisch ein "Unternehmer" war und auch Hobbypferde als "Nutztiere" galten. Ich weiß nicht ob das heute noch so ist bzw. welche Flächenvorgaben es heute gibt. Nur dass Imker mit mehr als 25 Bienenvölkern mitgliedspflichtig sind...


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